{"id":119,"date":"2020-11-16T15:54:11","date_gmt":"2020-11-16T14:54:11","guid":{"rendered":"https:\/\/phillip-pietsch.wtf\/?p=119"},"modified":"2020-11-16T15:54:11","modified_gmt":"2020-11-16T14:54:11","slug":"hope","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phillip-pietsch.wtf\/?p=119","title":{"rendered":"Hope"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Hinweis: Diese Geschichte ist frei erfunden. Allerdings ist sie sehr traurig und wird teilweise sehr explizit. Bitte lese, diese Geschichte nur, wenn du dich bereit daf\u00fcr f\u00fchlst.<\/h5>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Es gibt eine begleitende Musikplaylist. Sie ist zum Anh\u00f6ren, w\u00e4hrend dem Lesen, aber die Lieder sind nicht an bestimmte Abschnitte gebunden. Link: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLeY9d37XnfOe3Yi9nvFFJERI9ikD4lUIh\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLeY9d37XnfOe3Yi9nvFFJERI9ikD4lUIh<\/a><\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[&#8230;][30]<\/h3>\n\n\n\n<p>Mein Wecker klingelt. Es ist immer die gleiche nervige Tonfolge, ich sollte sie mal \u00e4ndern. Mit meiner Hand suche ich am Boden nach meinem Handy um den Wecker zu deaktivieren. Es ist nicht das neuste Modell und hat ab und zu seine Macken, aber es tut was es soll. Als ich es gefunden habe deaktiviere ich den Alarm, kuschle noch einmal kurz mit meinem Kissen und setze mich aufrecht auf mein Bett. Ein weiterer nutzloser Tag auf dieser Erde. Ich suche mit meiner linken Hand den Lichtschalter und schalte das Licht an. Mein Zimmer wurde sichtbar. Die W\u00e4nde in einem Lila \u2013 Gr\u00fcn \u2013 Wei\u00dfen Muster gestrichen, rechts neben der T\u00fcr steht mein Bett, welches komplett mit Kissen \u00fcberdeckt ist. Kissen haben viele praktische Anwendungsgebiete, m\u00fcsst ihr wissen. Gegen\u00fcber von meinem Bett steht mein Schreibtisch Marke Eigenbau und darauf ein \u00e4lterer Laptop. Links von mir ist mein Kleiderschrank und rechts ein Fenster.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich duschen war und mich angezogen habe, gehe ich in die K\u00fcche. Dort fr\u00fchst\u00fcckten meine Eltern bereits. &lt;Ach, ist der Herr auch mal wach?&gt; Meine Mutter war nett, wie immer. &lt;Ich habe doch genug Zeit bis ich los muss&gt; antwortete ich w\u00e4hrend ich zu einem Stuhl gehe. Auf dem Tisch liegen Toastscheiben. Zudem stehen auf ihn Marmelade, Honig und Nutella. Ich setzte mich auf einen Stuhl und nehme mir einen Toast. &lt;Wie siehts den \u00fcberhaupt in der Schule aus?&gt; fragt mein Vater, w\u00e4hrend ich meinen Toast mit Marmelade beschmiere. &lt;Es l\u00e4uft&gt; sagte ich, bevor ich beginne den Toast zu essen. &lt;Was hei\u00dft es l\u00e4uft? Dann musst du dich halt mal hinsetzen! Wie kannst du dein Leben nur so verschwenden&gt; erwidert er leicht w\u00fctend. &lt;Was wei\u00dft du den \u00fcber mein Leben?&gt; erwidere ich sauer und stehe auf und verlasse den Raum. Im Gang ziehe ich mir meine Schuhe an, w\u00e4hrend meine Eltern irgendwas in Richtung &lt;Was f\u00e4llt dir denn ein!&gt;&lt;Schau, dass du dich wieder hinsetzt!&gt; aus der K\u00fcche schreien. Ich nehme meinen Rucksack, stecke meinen Schl\u00fcssel ein und verlasse das Haus. Die Diskussion, welche folgen w\u00fcrde, muss ich mir absolut nicht antuen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Schule angekommen gehe ich in mein Klassenzimmer. Bevor ich ins Klassenzimmer gehen kann, wird mir der Weg versperrt. &lt;Schaut mal, da ist das ES!&gt; ruft der etwas dickliche Junge Tom. Tom war ein Einzelkind und beide Elternteile verdienten relativ gut, demensprechend hatte er meist auch teure Markenklamotten an und er konnte mich absolut nicht leiden. &lt;Du wei\u00dft schon, dass diese Art der Tiere Mensch hei\u00dft?&gt; erwidere ich genervt. &lt;Du musst ja nur sagen, was du in der Hose hast.&gt; bekomme ich als Antwort. Dieser Mensch hat wirklich nichts Besseres zu tun. &lt;Du bist nicht mit mir zusammen, also was geht\u2019s dich an?&gt; sage ich. Bevor ich mich verteidigen kann, werde ich von ihm auf den Boden geworfen. Die umstehenden Klassenkameraden*innen beginnen auf mich einzutreten, wie willenlose Sklaven. Ein paar blaue Flecke mehr oder weniger, ist ja auch schon egal. &lt;Du wirst nie mit jemanden zusammenkommen! Du schei\u00df Freak! Keiner mag dich!&gt; schreit Tom auf mich ein und die anderen stimmen ihm zu. Diese Worte sind verletzend, aber doch bin ich ihnen machtlos ausgesetzt. Ich unterdr\u00fccke meine Tr\u00e4nen, von meinem geistigen und physikalischen Schmerz, ansonsten w\u00fcrde ich noch mehr Schmerzen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>&lt;Ding Dong&gt; die Schulglocke klingelt, die anderen gehen z\u00fcgig ins Klassenzimmer, w\u00e4hrenddessen versuche ich aufzustehen. Nat\u00fcrlich schmerzt es, ich habe einige Schl\u00e4ge abbekommen. Aber es hilft ja nichts, ich muss in diesen komischen Unterricht, ansonsten sind die Schl\u00e4ge nur von anderen Urhebern. Heute h\u00e4tte ich normalerweise vier Stunden, zwei Stunden Geschichte und danach zwei Stunden Mathematik. Wenigstens einmal ist das Schicksal nett zu mir, meine Lehrkraft in Mathematik kann mich nicht wirklich leiden. Ihre Hauptinteraktion besteht darin, mich zu fragen, ob mir meine Eltern den Namen \u201eSidney\u201c gegeben haben. Ist dieser Name denn so abnormal? Hat er Bedeutungen, von denen ich nichts wei\u00df? Oder bin einfach Ich das Problem?<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem. Was w\u00e4re, wenn ich anders w\u00e4re? Muss ich mich vielleicht an die anderen anpassen? Wer ist den richtig oder falsch? Lebe ich falsch? Denke ich falsch? Sind die anderen gut? Aber, wenn das gut ist, was soll dann falsch sein? Den Teufel als Gott? Wer ist dann der Teufel von Gott? Aber hei\u00dft es nicht immer &lt;Be proud of yourself&gt;?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gehe leicht humpelnd in das Klassenzimmer. Wir haben in Geschichte gerade das Thema Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Heute sollen wir in Gruppenarbeiten \u2013 Kotz \u2013 verschiedene Themen bearbeiten. Unsere Lehrkraft beginnt die Gruppen auszulosen. Ich hoffe einfach nur, irgendwelche Sklaven zu bekommen. B\u00f6se und schiefe Blicke sind eine andere Liga als Schl\u00e4ge. Und Schl\u00e4ge hatte ich heute schon und ausgehen werden sie mir so schnell nicht. &lt;Gruppe drei. Erstes Mitglied Sidney&gt; sagt meine Lehrkraft. Soweit so gut, noch gibt es keinen Weltuntergang. &lt;Zweites Mitglied ist Lukas und drittes Mitglied ist Maria&gt; f\u00fcgt meine Lehrkraft an. Mein Kopf rutscht von meinen H\u00e4nden. Warum? Fuck you Schicksal. Ach ja, ihr k\u00f6nnt meine Freudespr\u00fcnge nat\u00fcrlich nicht verstehen. Die beiden sind die Handlanger von Tom. Also statt den 6 aus 49 habe ich 5 aus 49 geschafft. Mir w\u00e4re aber eindeutig 0 aus 49 lieber gewesen. W\u00e4hrend ich \u00fcberlege, ob es einfacher ist meine Eltern beizubringen, dass ich wegen irgendwas aus dem Unterricht geflogen bin oder mit diesen beiden Personen dieses Projekt zu machen, verteilt die Lehrkraft die Themen.<\/p>\n\n\n\n<p>&lt;Wiedervereinigung Deutschlands ist doch ein tolles Thema, oder?&gt; sagt Lukas zu Marie, welche zustimmend nickt. Ja, ich habe mich f\u00fcr diese Art von Sterben entschieden, dann \u00fcberlebe ich wenigstens heute Abend noch meine Eltern. &lt;Na Freak, du freust dich doch bestimmt auch?&gt; fragt mich Marie. &lt;Ja klar, ich habe keine Freunde und jetzt habe ich die Ehre mit euch zusammenarbeiten zu d\u00fcrfen.&gt; antwortet Lukas f\u00fcr mich, bevor ich antworten kann. Diese Gruppenarbeit kann ja nur gut werden. Option 1 wird mir gerade um einiges Sympathischer. Ich atme tief durch und setze ein l\u00e4chelndes Gesicht auf. Sie m\u00fcssen nicht gleich wissen, dass meine Freude am Erdmittelpunkt angekommen ist. &lt;Das Thema ist sehr interessant, da werden wir auf jeden Fall viel pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen.&gt; sage ich mit leicht \u00fcbertriebener Freundlichkeit. &lt;WIR?&gt; die beiden anderen reagieren entsetzt. &lt;Also Hummer hat es&gt; f\u00fcgt Marie an. &lt;Freaks, wie du haben keine Rechte&gt; erg\u00e4nzt Lukas. Das wird die interessanteste Gruppenarbeit meines Lebens. Ich w\u00fcnschte ich h\u00e4tte mich f\u00fcr den Tod entschieden. &lt;Ihr d\u00fcrft die Arbeit auch zuhause machen und m\u00fcsst nicht da bleiben&gt; meldet sich die Lehrerin w\u00e4hrend meiner Gedankeng\u00e4nge. &lt;Freak! Schau mal, du darfst deine Arbeit auch zuhause machen. Dann m\u00fcssen dich die anderen Menschen nicht ertragen.&gt; sagt Lukas lachend, w\u00e4hrend die beiden ihre Schulsachen zusammenpacken.&nbsp; &lt;Also dann bis morgen, Freak&gt; ruft Marie als die beiden aus dem Raum gehen. Ich atmete erneut tief durch und beginne ebenfalls meine Sachen zusammen zu packen. Ich nehme meinen Rucksack und gehe aus dem Zimmer. Meine Schmerzen haben sich gemildert und es ist halbwegs ertr\u00e4glich geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige KlassenkameradInnen gehen anfangs \u00e4hnlich wie ich nach Hause, und wie gew\u00f6hnlich gab es einige dumme und schlechte Witze \u00fcber mich. &lt;Freak, was f\u00fcr ein Tier bist du?&gt;, &lt;Es, wie geht es dir? Freak, damit meine ich die Laterne.&gt; Das Niveau w\u00fcrde beim Sinken neue Rekorde schlagen, daf\u00fcr m\u00fcsste aber erstmal eins existieren. Nach der H\u00e4lfte des Weges trennen sich endlich die Wege. Das letzte St\u00fcck ist sehr entspannend. Ein Moment des Friedens. Ein Moment des Atmens. Ich bleibe stehen und atme tief ein und aus. Keine Menschen, die etwas von mir m\u00f6chten. Keine Menschen, die mich dem\u00fctigen m\u00f6chten. So viel Raum, um Ich zu sein. Der beste Moment am Tag. Durch die Kronen der B\u00e4ume scheint die Sonne. Dass Muster am Boden sieht interessant aus. Ich setzte mich auf eine kleine Mauer, hole meine Wasserflasche heraus und beobachte das Muster, welches sich durch den Wind \u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Eltern arbeiten beide tags\u00fcber, daher ist es egal, wann ich nach Hause komme. Ich schlie\u00dfe die Wohnung auf und gehe hinein. Nachdem ich mich ausgezogen habe, gehe ich in Richtung meines Zimmers. Au\u00dfen an meiner Zimmert\u00fcr war ein Notizzettel angebracht worden. Ich greife mit meiner Hand nach ihm und lese ihn. &lt;Solange du deine F\u00fc\u00dfe unter meinen Tisch hast, hast du dich zu benehmen! Du wirst sehen, was du davon hast!&gt; steht auf ihn. Naja nichts neues. Klingt so als w\u00fcrde ich heute mit dem Leben davonkommen. Ich \u00f6ffne die T\u00fcr und gehe in mein Zimmer. Ich gehe zu meinem Laptop und starte ihn, w\u00e4hrenddessen hole ich mir etwas zu trinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmal Wikipedia und YouTube \u00f6ffnen und nach Wiedervereinigung suchen. YouTube hat einige interessante Videos. Beispielsweise gibt es hier ein Video \u00fcber den Grenz\u00fcbergang Bornholmer Stra\u00dfe von 1989. Mit einem verst\u00e4ndlichen Deutsch und absolut unbrauchbaren englischen Untertitel ausgestattet. In dem Video kann die Nacht der Grenz\u00f6ffnung gesehen werden. Erst werden die B\u00fcrger gar nicht durchgelassen, sp\u00e4ter vereinzelt ohne R\u00fcckkehrm\u00f6glichkeit und am Ende \u00f6ffnen die Grenzsch\u00fctzer eigenm\u00e4chtig die Grenze. Ein sehr interessantes Video. Aber nach so einigen Videos, wird das Thema langweilig. Ich beschlie\u00dfe Videos \u00fcber andere Ereignisse zu schauen. So schaue ich ein Video \u00fcber den Unfall in Eschede und den Fall Max. Der Fall Max ist sehr interessant, da er auch erst 50 Tage zur\u00fcck liegt. &nbsp;Max ist 16 Jahre alt gewesen als er mit seiner Klasse mit dem Bus unterwegs war zu einem Schulausflug. Allerdings kam der Bus von der Stra\u00dfe ab und \u00fcberschlug sich mehrfach und brannte anschlie\u00dfend. Er war die einzige Person, welche dieses Schreckensszenario \u00fcberlebt hat. Allerdings hatte er alle pers\u00f6nlichen Erinnerungen verloren bzw. seine Psyche verdr\u00e4ngt diese. ExpertInnen empfahlen seinen Eltern, in eine andere Stadt umzuziehen und seinen Namen \u00e4ndern zu lassen, um seine geistige Gesundheit zu sch\u00fctzen. Ein sehr trauriger Fall. Ich hoffe das es dem Jungen gut geht und er ein erf\u00fclltes Leben hat. Aber jetzt sollte ich am Projekt weiterarbeiten, es ist schon Abend geworden. Ich \u00f6ffne PowerPoint um die ersten Folien zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine T\u00fcr geht auf und herein kommt mein Vater. &lt;Was macht der Herr denn? Wahrscheinlich Computerspiele spielen&gt; meckert er mich an. Ich schloss meine Augen. Das wird jetzt lustig. Wie lange er es wohl durchh\u00e4lt? &lt;Ich arbeite gerade an einem Geschichtsprojekt zum Thema Wiedervereinigung.&gt; antworte ich genervt. Mein Vater baut sich hinter mir auf und schaut in meinen Laptop. &lt;Aber das ist ja leer!&gt;, f\u00e4ngt er an, &lt;Willst du mich verarschen!?&gt;. Wer kennt es nicht? Ich \u00f6ffne PowerPoint und binnen von Minuten habe ich eine Pr\u00e4sentation fertig, ohne vorher nach Informationen zu suchen. Ich hoffe gerade nur, dass er einfach zu besoffen ist und mir jetzt mein Frieden l\u00e4sst. &lt;Ich habe vielleicht davor nach Informationen gesucht?&gt; erwidere ich deutlich genervt. &lt;Verarschen kann ich mich selbst!&gt; schreit er mich an, w\u00e4hrend er ausholt und mir einen Schlag auf die Wange gibt. Ich werde von der Wucht zur Seite geschoben. &lt;Heute kein Abendessen und Strom&gt; schreit er, w\u00e4hrend er w\u00fctend mein Zimmer verl\u00e4sst. Ich lebe noch \u2013 das ist doch positiv oder? Ein schmerzender K\u00f6rper und eine schmerzende Gesichtspartie \u2013 eine gute Ausbeute f\u00fcr den Tag. Ich fahre meinen Laptop herunter um den Akku zu schonen. Ich lege mich in mein Bett. Mein ganzer K\u00f6rper schmerzt. Ich stelle meinen Handywecker auf 01:00. Wenn ich in der Nacht aufstehe, kann ich mein Handy heimlich laden, nur erwischt werden darf ich nicht. Ich lege mein Handy neben mein Bett. Ich ziehe die Bettdecke zu mir und kuschle mit einem Kissen. Das Kissen gibt mir ein Gef\u00fchl von Geborgenheit. Ich f\u00fchle mich nicht komplett alleine. Doch die Fragen in meinen Kopf verhindern mein Einschlafen. Warum? Was mache ich falsch? Warum schl\u00e4gt mich jeder Mensch? Warum hat keiner so etwas wie Empathie? Oder Menschlichkeit? Oder hei\u00dft Mensch sein, exakt dieses Verhalten? Bin ich tats\u00e4chlich ein Freak, der nichts Besseres verdient hat? Vielleicht ist es so und ich sollte mich damit abfinden. Ich der Untermensch?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[&#8230;][60]<\/h3>\n\n\n\n<p>Mein Wecker klingelt. Ich suche mein Handy im Bett. Ich hatte noch Videos auf YouTube geschaut. Ich konnte nicht schlafen. Ich f\u00fchle mich so unwohl in diesem Haus. Ich habe es gefunden und deaktiviere den Alarm. Ich greife nach meinen Kissen und kuschle mit ihnen. Ich m\u00f6chte nicht aufstehen. Ich m\u00f6chte einfach f\u00fcr immer und ewig schlafen. Ich zehre mich nach einigen Minuten aus dem Bett. Ein neuer Tag in meinem Leben. Nachdem ich mich angezogen habe und mein Handy an das Ladekabel angeschlossen habe, gehe ich wie ein Zombie in die K\u00fcche. Meine Eltern sind auf Gesch\u00e4ftsreise, das hei\u00dft keine Diskussionen mit ihnen. Ich bin ja das b\u00f6se Kind, ich k\u00f6nnte so viel aus meinem Leben machen. Ich hole aus dem Brotkorb das geschnittene Brot und nehme mir einige Scheiben. Aus dem K\u00fchlschrank hole ich mir die Marmelade. Anschlie\u00dfen noch ein Brett und Messer und lege alles auf den Tisch und setze mich. Ich fr\u00fchst\u00fccke in Ruhe und verlasse anschlie\u00dfend die Wohnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist der letzte Tag vor den Ferien, daher haben wir nur die ersten vier Stunden Unterricht. Ich werde nicht mehr lange brauchen, bis die ersten KlassenkameradInnen wieder in meiner N\u00e4he sind. &lt;Freak&gt; schreit der erste von ihnen. &lt;Hallo Es&gt; eine andere. Zwei Personen gehen langsamer, so dass ich aufholen w\u00fcrde. Allerdings verringere auch ich mein Tempo. Die ersten Schmerzen bitte erst in der Schule. Nicht schon jetzt. Schmerzen sind wunderbar \u2013 sie zeigen mir, dass ich noch am leben bin. Die beiden Personen bleiben stehen \u2013 Das wird ja ein toller Tagesanfang. Die beiden lachen. Als ich auf ihre H\u00f6he komme, beginnen sie mich zu schubsen. Beim vierten Schubser kann ich nicht mehr rechtzeitig reagieren und falle auf den Boden &lt;Na, willst du deinem Freund Hallo sagen?&gt; sagt der Junge lachend. &lt;Nein, es sagt Hallo zu seiner Wohnung&gt; erwidert das M\u00e4dchen lachend. Ich bleibe liegen. Mir fehlt die Kraft zum Aufstehen. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Die Gruppe freut sich und geht weiter und l\u00e4sst mich am Boden liegen, w\u00e4hrenddessen machen sie weiter Witze und freuen sich \u00fcber ihre nicht vorhandenen geistigen F\u00e4higkeiten. Ich f\u00fchle mich verloren, alleine in einem Universum. Ich f\u00fchle mich als w\u00fcrde mein Herz aufh\u00f6ren zu schlagen, diese Schmerzen sind abartig. Ich versuche nicht Wahnsinnig zu werden, glaube aber darin gerade zu versagen. Ich rapple mich langsam auf. Menschen sind Gewohnheitstiere, wenn k\u00f6rperliche Schmerzen Gewohnheit sind, dann tuen irgendwann, diese Schmerzen auch nicht mehr so weh.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lehne mich gegen eine Wand des Schulgeb\u00e4udes. Ich habe mich etwas abseits hingestellt und warte darauf das der Unterricht beginnt. Ich m\u00f6chte nicht in dieses Geb\u00e4ude, also gehe ich da auch erst so sp\u00e4t wie m\u00f6glich rein. Heute werden sowieso nur Filme angeschaut. Zum Gl\u00fcck, dann sind sie wenigstens besch\u00e4ftigt. Die Schulglocke klingelt und ich gehe hinein durch die T\u00fcr und zu meinem Klassenzimmer. &lt;Die Lehrkraft versp\u00e4tet sich&gt; h\u00f6re ich eine Klassenkameradin sagen, kurz bevor ich am Klassenzimmer ankomme. Ich \u00fcberlege ob ich an der Ecke warten soll, bis die Lehrkraft kommt. Als ich auf einmal die widerlich vertraute Stimme von Tom h\u00f6re. &lt;Hallo ES! Warst du wieder am Altkleidercontainer?&gt; h\u00f6re ich ihn schon von weitem schreien. Nur weil seine Hose ein halbes Verm\u00f6gen kostet, ist es auch nicht mehr als ein Kleidungsst\u00fcck. &lt;Warum bist du denn so schweigsam?&nbsp; Kannst doch ruhig Ja sagen.&gt; sagt er, als er und seine Gruppe n\u00e4her zu mir gekommen waren. &lt;Tom, du musst warten. Es ist doch nicht so schlau&gt; sagt jemand lachend aus seiner Gruppe, eine andere Person fragt &lt;Ist es eigentlich Stubenrein?&gt;. &lt;Mach sitz!&gt; fordert mich Tom auf. Ein Tier. Vielleicht bin ich das. Ein willenloser Haufen Molek\u00fcle. Aber so viel Niveau habe ich noch? &lt;Ich glaube es hat keine Gehirnzellen mehr&gt; sagt eine weitere Person aus der Gruppe, w\u00e4hrend ich nachdenke. Diese Menschen, haben sie Recht? Bin ich tats\u00e4chlich, wie sie es beschreiben? Ich verdr\u00e4nge die Gedanken. Nur noch 3 Stunden, und dann ist es auch wieder vorbei. In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit beginne ich mit dem Rennen zum Klassenzimmer. Nicht jetzt. Nicht schon wieder. Ich bin erfolgreich am Klassenzimmer angekommen, als auch die Lehrkraft um die Ecke kommt und mich ermahnt nicht zu rennen. Also merkt euch: Rennen ist b\u00f6se, alles andere nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Filme sind gleich zu Ende. Ich bereite mich vor, gleich aus dem Klassenzimmer zu st\u00fcrmen unter den ganzen verschiedenen Personen falle ich dann nicht auf und kann das Geb\u00e4ude schnellstm\u00f6glich verlassen. &lt;Ding Dong&gt; Ich sprinte zur T\u00fcr, w\u00e4hrend die Lehrkraft noch irgendwas sagt. So wichtig kann es nicht sein. Ich verlasse das Schulgeb\u00e4ude und -gel\u00e4nde. Als Erstes das Gel\u00e4nde verlassen, dass hei\u00dft ich muss mir diese Menschen nicht antuen. Ich gehe zu meinem kleinen Versteck. Ich habe es per Zufall gefunden und f\u00fchlte mich direkt wohl dort. In dem Wald in der N\u00e4he unserer Stadt. Es ist ein Ort mit vielen B\u00fcschen und im Zentrum dieser gro\u00dfen B\u00fcsche ist ein Hohlraum. Von au\u00dfen eigentlich nicht zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Geborgenheit, Sicherheit. Ich mag mein Versteck. Ich f\u00fchle mich hier wohl. Durch das Laub und die \u00c4ste scheint die Sonne. Ansonsten keine Ger\u00e4usche, keine Stimmen. Ich. Ich f\u00fchle mich wohl. Ich habe mir in der Fr\u00fch einen Podcast auf mein Handy geladen. Ich packe meine Kopfh\u00f6rer aus und schlie\u00dfe sie am Handy an. Ich freue mich auf den Podcast. Es geht um das Thema Roboter und K\u00fcnstliche Intelligenz und tr\u00e4gt den Namen &lt;Roboter \u2013 Das Warum des Menschens&gt;.<\/p>\n\n\n\n<p>Nehme Mensch an, ein Roboter h\u00e4tte einen menschlichen Verstand, was w\u00fcrde er machen und wie? Er kann menschliche Konzepte nicht verstehen. Woher soll er wissen, was Geschlecht und Geschlechtsidentit\u00e4t ist? Woher soll er wissen, was gut aussieht? Woher soll er wissen, was richtig und falsch ist? Was w\u00fcrde f\u00fcr ihn die Harr- oder Hauptfarbe bedeuten? W\u00fcrde der Roboter in unserer Gesellschaft anecken? Wie w\u00fcrden die Menschen ihn behandeln? Verstehen. Verstehen. Der Roboter kann das nicht. Sachen, welche f\u00fcr ihn \u00fcberfl\u00fcssig sind, warum sollte er sie verstehen? Aber sind nicht viel mehr die Menschen Roboter? Sie folgen Richtlinien und Regeln. Sie ignorieren sich selbst. Willenlos, jeden Tag das gleiche. Jene, die ihr Leben selbst gestalten, erfahren mit Schmerz, dass die Gesellschaft von ihnen erwartet ein Roboter zu sein. Kalt, Gef\u00fchlslos, Empathielos jeden Tag das gleiche machen. Was passiert, wenn der Roboter menschlicher wird als die Menschen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fange an zu weinen. Die Fragen besch\u00e4ftigen mich. Ich frage mich, k\u00f6nnte ein Roboter so etwas wie Liebe, Freundschaft, Einsamkeit oder Angst f\u00fchlen und verstehen, und wie w\u00fcrde er damit umgehen? Liebe und Freundschaft kenne nicht mal ich und ich wurde als Mensch geboren. Angst und Einsamkeit verfolgen mich zu jederzeit. Es ist als w\u00fcrden sie mich durchgehend beobachten und nur darauf warten, mich zu verletzten. Ich bin ein schlechter Mensch. Ich habe nichts Besseres verdient.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Nachricht. Von meinen Eltern. Ich soll nach Hause kommen. Ich darf wieder erleben, dass ich ein Mensch bin. Ich m\u00f6chte aber nicht. Dieser Ort ist mein Heiligtum, mein Bunker. Mein Schutz vor dem da drau\u00dfen. Mein Schutz vor mir selber. Ich beschlie\u00dfe diese Nachricht zu ignorieren. Ich bleibe hier. Ich h\u00f6re den Podcast weiter, w\u00e4hrend meine Eltern mich weiter anschreiben. Andere Menschen schreiben mich nicht an, Freunde habe ich keine. Und die IdiotInnen habe ich blockiert, nachdem ich bestimmte Nachrichten von ihnen bekommen habe. Diese Nachrichten waren, wie Messer. Im Meer von Messern, schneidet sich der Mensch. Und mit dem ersten, werden es immer mehr. Und mehr. Mehr. Bis die Messer auf dem Blut schwimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Abend geworden, meine Eltern haben mittlerweile \u00fcber 40 Nachrichten geschrieben und 10-mal angerufen. Ich bin auf dem Weg nach Hause. Mein Unbehagen, wird gr\u00f6\u00dfer, je n\u00e4her ich an meinen Wohnort komme. Ich w\u00e4re jetzt gerne ein Roboter. Dann w\u00e4re es mir egal, was gleich passiert. Ich \u00f6ffne die Haust\u00fcr. W\u00e4hrend ich in das Haus gehe, h\u00f6re ich meine Eltern aufstehen im Wohnzimmer. &lt;Ach ist der feine Herr auch mal wieder zuhause&gt; faucht mich meine Mutter an. &lt;F\u00fcr was hast du ein Handy, wenn du nicht darauf antwortest!&gt; schreit mich mein Vater an. Ich ziehe meine Schuhe aus und stelle meinen Rucksack hin. &lt;Wir haben einen Anruf von der Schule bekommen&gt; sagt meine Mutter sichtlich sauer. &lt;Du wei\u00dft bestimmt weshalb!&gt; f\u00fcgt sie an. &lt;Keine Ahnung&gt; antworte ich in einem ruhigen Ton. Ich m\u00f6chte keine Eskalation, jede Stufe mehr, w\u00e4re eine Stufe n\u00e4her an Tod. Meine Mutter sieht mich b\u00f6se an und schreit mich an &lt;Du bist Versetzungsgef\u00e4hrdet! Was kannst du \u00fcberhaupt!&gt;. &lt;Wie kannst du dein Leben so verschwenden!?! Du bist ein nichts! Erreiche etwas in deinem Leben, bevor du irgendetwas von \u201eDu m\u00f6chtest du sein\u201c faselst&gt; schreit mich mein Vater an. &lt;Warum, darf ich denn nicht ich sein? Warum interessieren euch denn die Noten mehr als Ich?&gt; antworte ich. Ich muss meine Tr\u00e4nen zur\u00fcckhalten. Die Priorit\u00e4ten meiner Eltern. Ich, das Tier egal. Ich bin ja nur ein Freak. Ich das Nichtsnutz. Ich k\u00e4mpfe jeden Tag. Jeden Tag verliere ich. Aber sie haben die Probleme. Aber sie verstehen was ich erlebe. &lt;Dann erreich doch erstmal was! Du hast ab jetzt Hausarrest und Stromverbot!&gt; schreit mich meine Mutter an. &lt;Wenn ihr meint&gt; erwidere ich. &lt;Wir wollen doch nur dein bestes!&gt; schreit mein Vater w\u00fctend. &lt;Das ist aber nicht das Beste f\u00fcr mich&gt; erwidere ich scharf und mit lauter Stimme. Diese Antwort gef\u00e4llt meinem Vater gar nicht und er holt aus um mich zu schlagen. Ich bemerke dies und weiche seinem Schlag aus. Ich versuche in die Richtung meines Zimmers zu kommen. Das macht ihn aber nur noch saurer. &nbsp;W\u00e4hrend mich meine Eltern weiter anschreien und mein Vater mehrfach versucht mich zu treffen, komme ich in die N\u00e4he meines Zimmers. Aber das haltet ihn nicht auf. Als ich einen kurzen Moment nicht aufpasse, werde ich von ihm auf das Bett geworfen. Ich kann mich aus dieser Situation nicht mehr befreien und muss mir einen Schlag nach den n\u00e4chsten gefallen lassen. &lt;Das ich dich meinen Sohn nennen muss, ist eine Schande f\u00fcr die ganze Familie&gt; schreit er, als er immer noch w\u00fctend mein Zimmer verl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die T\u00fcr ist zu. Ich nehme mein Lieblingskissen und fange an zu weinen. Die Tr\u00e4nen rollen meine Wange herunter. Warum? Warum bin ich nur ein Freak? Warum m\u00f6chte ich frei Leben? Ein Leben. Mein Kissen versteht mich. Es kapiert alles. Es ist immer da. Das Kissen \u2013 Mein Freund. Und die anderen Kissen \u2013 noch mehr Freunde. In einem Meer aus Freunden. Wenn ich weine, sind sie da. Wenn ich verzweifle sind sie da. Sie stehen mir treu zur Seite. Mir dem Tier.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[&#8230;][75]<\/h3>\n\n\n\n<p>&lt;Aufstehen der Herr&gt; br\u00fcllt mein Vater mich an, w\u00e4hrend er mich sch\u00fcttelt. Ich \u00f6ffne langsam meine Augen. &lt;Du sollst f\u00fcr die Schule lernen und nicht pennen&gt; schreit er, als er mein Zimmer wieder verl\u00e4sst. Ich will aber nicht aufstehen. Nie wieder. Warum interessiert sich jeder so f\u00fcr den Freak? Kann es ihnen nicht egal sein, was ich tue? &lt;Na, Kissen seid ihr auch wach?&gt; frage ich mein Kissen. Die Kissen, meine Freunde, die mich am besten kennen. Meine letzte Bastion der Geborgenheit in diesem Haus. Ich blicke aus dem Fenster. Ich fange an zu weinen. Nichts. Das ist so sch\u00f6n. Die Sonne strahlt. Meine Burg wartet schon auf mich. Ich qu\u00e4le mich aus meinem Bett, erst auf alle Vier vor dem Bett und anschlie\u00dfend ziehe ich meinen K\u00f6rper am Bett hoch. Ein neuer Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich ziehe mir l\u00e4ngere Kleidung an, da ich ja noch mein Heiligtum besuchen m\u00f6chte. Ich gehe danach in die K\u00fcche, wo meine Eltern bereits fr\u00fchst\u00fccken. Ich setzte mich gerade als mein Vater fragt &lt;Wie weit bist du mit dem Schulstoff?&gt;. &lt;Nicht weiter als gestern Abend&gt; antworte ich, w\u00e4hrend ich mir meinen Toast schmiere. &lt;Wie willst du jemals den Stoff aufholen! Streng dich doch mal mehr an&gt; jammert mich mein Vater an. Ich halte es f\u00fcr schlauer, nicht zu antworten. Doch das gef\u00e4llt ihm auch nicht. &lt;Was kannst du denn \u00fcberhaupt?&gt; fragt mich mein Vater w\u00fctend. &lt;Lass ihn doch, dann lebt er halt auf der Stra\u00dfe&gt; wirft meine Mutter ein. Ich, das b\u00f6se Kind. Nichts mache ich richtig in meinem Leben. &lt;Stra\u00dfe, das w\u00e4re ja himmlisch gegen das hier&gt; antworte ich genervt und leicht w\u00fctend und zeige mit meinem Finger herum. Meine Mutter und Vater finden diese Antwort wohl zu ehrlich. Bevor ich reagieren kann, gibt mir mein Vater den ersten Schlag auf die Wange. Ein zweiter Schlag folgt auch direkt. Check: Minderwertig sein. Check: Schl\u00e4ge. Es beginnt gut. &lt;Wir haben so viel f\u00fcr dich getan, wie kannst du nur so ein Rabenkind sein&gt; schreit mich mein Vater an. &lt;Du kannst ja gehen, wenn es dir nicht passt&gt; erg\u00e4nzt meine Mutter sichtlich w\u00fctend. &lt;Okay, Bye&gt; erwidere ich w\u00fctend und stehe auf und gehe zur T\u00fcr. W\u00e4hrend meine Eltern hinter mir herumschreien, wie ich nur k\u00f6nnte und was mir einfiele, ziehe ich meine Schuhe an, nehme die Schl\u00fcssel und verlasse das Haus. Auf meinem Handy aktivierte ich den Flugzeugmodus, ansonsten w\u00fcrde es gleich Vibrator spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin angekommen in meinem Versteck. Dieses Gef\u00fchl von Geborgenheit, wenn ich es betrete, ist nicht mit Worten beschreibbar. Es ist meins. Mein Ort. Ich fange an zu weinen. Dieser Ort gibt mir die Sicherheit, die ich brauche. Der Ort der Sicherheit um meinen Problemen ins Gesicht zu sehen. Ich lege mich auf den Boden und bemerke, wie die Sonnenstrahlen auf mein schmerzendes Gesicht treffen. Es ist so sch\u00f6n. Ich schaue vertr\u00e4umt in die Bl\u00e4tter und beginne zu schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &lt;Hallo Freak&gt; wurde ich sehr unfreundlich aus dem Schlaf geweckt. \u00dcber mir lehnt Tom, neben ihm steht seine Gefolgschaft. Ich versuche sofort mich aufrecht hinzusetzen, allerdings war ich nicht schnell genug und zwei Personen halten mich auf den Boden. &lt;Nana, du kannst doch dein Freund nicht einfach so verlassen. Der Boden hat doch auch Gef\u00fchle&gt; sagt Tom l\u00e4chelnd, w\u00e4hrend er mit einer Hand etwas Erde sammelt. Diese Erde l\u00e4sst er anschlie\u00dfend auf mein Gesicht rieseln und verteilt diese anschlie\u00dfend mit der anderen Hand auf meinem Gesicht. Ich habe die Augen und den Mund geschlossen um mich vor der Erde zu sch\u00fctzen. W\u00e4hrend er sich mit mir besch\u00e4ftigt, hat seine Gefolgschaft, das Versteck zerst\u00f6rt. &lt;Na genie\u00dft du es auch, Freak&gt; fragt mich einer dieser Personen. &lt;Freak, freu dich! Du bekommst eine kostenlose Massage&gt; sagt Tom lachend, w\u00e4hrend er aufsteht. Die Anderen beginnen damit auf mich einzutreten. Der Erste. Der Zweite. Immer mehr. Ich als Tier habe zu tun, was die anderen sagen. Ich habe keine Rechte. Meine Aufgabe ist das dienen. Ich will nicht mehr. Mein Herz schmerzt. Ich habe aufgegeben. Was zeichnet mich als Person noch aus? Habe ich nicht schon mit Leben aufgegeben? Ich f\u00fchle keinen Hass, aber auch keine Freude. Ich bin Tod, nur mein K\u00f6rper lebt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[&#8230;][ERROR]<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p>Projekt: Max | Client: Sidney<\/p>\n\n\n\n<p>Execution time: First boot: 95 Days | First client interaction: 75 Days<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Error: Connection lost to client after unplanned event<\/p>\n\n\n\n<p>Last client error: Main cable(0x00306075) is broken in region: Neck.<\/p>\n\n\n\n<p>Probably last run: Emergency system task: Human interaction: Die<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Last content of client memory:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cThe body dies loudly, the humans dies quietly. You are not alone. Not all humans are completely bad. Some want to support you to be yourself. Be proud. Be proud of yourself.\u201d<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Diese Geschichte ist frei erfunden. Allerdings ist sie sehr traurig und wird teilweise sehr explizit. Bitte lese, diese Geschichte nur, wenn du dich bereit daf\u00fcr f\u00fchlst. Es gibt eine begleitende Musikplaylist. Sie ist zum Anh\u00f6ren, w\u00e4hrend dem Lesen, aber die Lieder sind nicht an bestimmte Abschnitte gebunden. Link: https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLeY9d37XnfOe3Yi9nvFFJERI9ikD4lUIh [&#8230;][30] Mein Wecker klingelt. 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