{"id":296,"date":"2022-04-11T09:23:53","date_gmt":"2022-04-11T08:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/phillip-pietsch.wtf\/?p=296"},"modified":"2022-04-11T09:23:53","modified_gmt":"2022-04-11T08:23:53","slug":"reale-luegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phillip-pietsch.wtf\/?p=296","title":{"rendered":"Reale L\u00fcgen?"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Hinweis: Diese Geschichte ist frei erfunden. Allerdings ist sie teilweise traurig und wird teilweise explizit. Bitte lese, diese Geschichte nur, wenn du dich bereit daf\u00fcr f\u00fchlst.<\/h5>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr Informationen zum ganzen Universum und f\u00fcr ein besseres Gesamtverst\u00e4ndnis empfehle ich meine anderen Geschichten zu lesen.<\/h5>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Es gibt eine begleitende Musikplaylist. Sie ist zum Anh\u00f6ren, w\u00e4hrend dem Lesen, aber die Lieder sind nicht an bestimmte Abschnitte gebunden. Link: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLeY9d37XnfOdM5gHy2cZG33MRoKBeypfd\">https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLeY9d37XnfOdM5gHy2cZG33MRoKBeypfd<\/a><\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[Registro Segreto 124.1]<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich \u00f6ffne meine Augen. Was sollte ich nun empfinden? Ich nehme mein Kissen in die Arme. Kenne ich das Gef\u00fchl von Geborgenheit? Oder generell Gef\u00fchle beim Aufwachen? Ich kannte sie, aber irgendwie auch nicht. Aber sp\u00fcre ich sie nicht gerade, die Geborgenheit des Kissens? Ist es das letzte verbliebene? Ich schaue umher, ein rotes Zimmer \u2013 sehr geschmackvoll. Aber doch sehe ich die Lila \u2013 Gr\u00fcn \u2013 Wei\u00dfen Muster vor mir. Ich beginne zu lachen. Was f\u00fcr Gedanken ich habe. Sidney auf gro\u00dfer Erkundungstour. Ich beginne zu weinen und mein Kissen noch st\u00e4rker zu dr\u00fccken. Wie k\u00f6nnte ich etwas beschreiben, dass nicht mein ist? Und obwohl ich im Zentrum stehe, gebe ich nur einen Namen ohne Rechte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kann nicht sein.<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich stehe gerade von der Couch auf, mir geht es aber nicht so gut. Ich st\u00fcrze und bewege meine Arme zuf\u00e4llig umher beim Versuch mich zu st\u00fctzen. Was war das? Waren das gerade unterschiedlich gef\u00e4rbte Wellen vor mir? Ich wiederhole meine letzten Bewegungen. \u00c4hm. Da sind wieder Wellen. Werde ich verr\u00fcckt? Ich sollte nicht so viel dar\u00fcber nachdenken, vielleicht bin ich einfach zu benommen und halluziniere gerade. Langsam versuche ich aufzustehen, dies gelingt mir auch. Ich wanke zu meiner K\u00fcchenzeile, um dort einen Schluck Wasser aus dem Hahn zu nehmen. Mein Handy vibriert, eine neue Benachrichtigung. Ich schaue auf meinem Handy nach, es ist von einer Freundin. Sie schrieb, dass sie \u00fcbermorgen etwas fr\u00fcher kommen wird. Etwas benommen schreibe ich ihr ein &lt;Okay&gt; zur\u00fcck. Ich beschlie\u00dfe den Wellen erneut auf den Grund zu gehen und probiere erneut die Wellen hervorzurufen. Anfangs klappt es nicht, aber dann habe ich den Bewegungsablauf wieder herausgefunden. Sie sind immer noch da, aber sie haben ihre Farben etwas ge\u00e4ndert. Ich bekomme eine G\u00e4nsehaut. Vielleicht sollte ich Schlafen gehen. Irgendwas scheint mit mir nicht zu stimmen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[Registro Segreto 124.2]<\/h3>\n\n\n\n<p>[\u2026] Diese Wohnung ist ger\u00e4umig. Ich frage mich, was diesmal meine Aufgabe ist. Ich schalte die Kaffeemaschine an. Was ist der Sinn dieser Welt? Eine Frage die allgegenw\u00e4rtig im Kopf ist. Nicht, dass ich mir keine Antwort bilden k\u00f6nnte, aber doch w\u00fcrde ich gerne den Erwartungswert kennen. Die Wahl \u00fcber denn Sinn unterliegt sowieso nicht mir. W\u00e4hrend ich nach einer Tasse greife, vibriert mein Handy. Ich stelle die Tasse unter die Kaffeeausgabe und dr\u00fccke den entsprechenden Knopf. Mein Handy vibriert erneut und ich hole es aus der Hosentasche. Ich blicke auf das Handy, dort hei\u00dft es &lt;Zwei neue Nachrichten&gt;. Ich entsperre das Handy und lese die Nachrichten. Es handelt sich um Arbeitsanweisungen, also was ich diesen Tag machen soll und wo ich dies erledigen soll. Klingt soweit noch nicht schlecht. Also besser als Schule. Besser als Wiedervereinigungsreferate.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kann oder ist schon.<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben mir auf dem Sofa sitzt Maria. Die Gedanken \u00fcber die Wellen hatte ich zwar immer noch, aber ich rede mir selbst ein, dass es Halluzinationen waren. &lt;Und wie geht es dir so?&gt; fragt sie mich, mit einem Getr\u00e4nk in der Hand. &lt;Ganz gut. Ich war gestern noch etwas erkrankt&gt; beginne ich. Lachend erg\u00e4nze ich &lt;und ich dachte ich k\u00f6nnte farbige Wellen erzeugen.&gt; und f\u00fchrte w\u00e4hrend dem Sprechen die Bewegung aus. Ich schaffte es nicht einmal mein letztes Wort auszusprechen, als diese Wellen wieder vor mir auftauchten. Meine Mimik erstarrte und ich blickte verwundert auf die Wellen. So krank bin ich doch nicht mehr. Warum sind die immer noch da? Nach einer Weile blicke ich zu Maria. Maria blickt auch verwundert. &lt;Hast du die Wellen auch gesehen?&gt; frage ich vorsichtig. Maria nickt.<\/p>\n\n\n\n<p>&lt;Was ist das?&gt; fragt mich Maria staunend. &lt;\u00c4h, keine Ahnung.&gt; stammle ich als Antwort. &lt;Kannst du das \u00fcberall erzeugen und \u00e4ndert sich dann etwas?&gt; erwidert sie fragend. &lt;Ganz ehrlich, keine Ahnung.&gt; antworte ich vorsichtig. &lt;Mach das doch mal bei mir.&gt; fordert sie mich interessiert auf. &lt;Was? Nein! Was passiert, wenn ich dich dabei verletze? Oder ich irgendwelche geheimen Sachen von dir erfahre?&gt; antworte ich aufgeregt. &lt;Und?&gt; antwortet sie fragend und ich erwidere ihr &lt;Ich m\u00f6chte nicht, dass dir etwas Schlechtes widerf\u00e4hrt.&gt;. &lt;Mach dir um mich keine Sorgen. Ich habe dir den Auftrag gegeben. Und was das Thema Geheimnisse angeht: Du k\u00f6nntest mich auch schon l\u00e4ngst ausgelesen haben. Solange du ehrlich bist, gibt es kein Grund dir zu mistrauen.&gt; antwortet sie mir eindringlich. &lt;Okay, ich mache ja schon.&gt; versuche ich sie zu beruhigen. Soll ich das wirklich machen? Ich meine \u2026. \u00c4h\u2026. Sie ist eine wichtige Person und ich m\u00f6chte ihr nicht weh tun, aber \u2026 es ist ja ihr &#8230; Wunsch?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fragen<\/h3>\n\n\n\n<p>Bekomme ich ein Pokal f\u00fcr die glaubw\u00fcrdigsten Stories? Also ich finde ich mache hier eine tolle Arbeit. Geschichten sind Universen, die geschaffen werden. Es entstehen Welten, die gespeichert und simuliert werden. Das alles im gr\u00f6\u00dften Computer, welcher jeder Mensch besitzt (bzw. die meisten). Das Gehirn. Jede lesende Person hat eine andere Welt im Kopf. Jede Person kann sich besser oder schlechter in die Personen hineinversetzen. Und manche fragen sich, ob das nicht vergeudete Bits und Bytes sind. Obwohl hier l\u00fcge ich \u2013 sie w\u00fcrden sich fragen, ob sie nichts Besseres mit ihrem Leben anstellen h\u00e4tten k\u00f6nnen. Was der Sinn dieser Passage ist? Die richtige Frage zum Starten ist es auf jeden Fall.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[Registro Segreto 124.3]<\/h3>\n\n\n\n<p>[\u2026] In den Nachrichten hie\u00df es, dass ich auf einer Farm arbeiten soll. Nun die Grundlagen dazu kenne ich, zu einem werden sie mir unfreiwillig gestellt, andererseits durfte ich sowas vor 20 Versuchen auch schon mal machen. Den ganzen Tag in der Sonne schuften, f\u00fcr einen Lohn, der kaum zum Leben reicht. Das erkl\u00e4rt auch die einfachere Einrichtung der Wohnung. Wobei das nichts hei\u00dfen muss, sie sa\u00dfen damals auch an einem \u00e4hnlichen Tisch. Ein Tisch des Hasses, der Dem\u00fctigung und der K\u00e4lte. Doch vielmehr waren es die Personen als der Tisch. &lt;Wir werden die Tagesmenge nicht schaffen.&gt; sagt eine ersch\u00f6pfte Person neben mir, zu mir und rei\u00dft mich damit aus den Gedanken. Mein Blick schweift zu den Lastw\u00e4gen und kommt anschlie\u00dfend zur Person zur\u00fcck. &lt;Stimmt, das werden wir nicht schaffen.&gt; antworte ich vorsichtig. Die Person wirkte abgemagert und ersch\u00f6pft. Die H\u00e4nde, welche das Messer halten zeigten an manchen Stellen deutlich die Knochen, an anderen Stellen eine starke Hornhautbildung. Die Person arbeitet und arbeitet um am Ende trotzdem nichts zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Horn ert\u00f6nt und signalisiert das Ende der Schicht. Die Person neben mir wirkt \u00e4ngstlich. Aber auch die anderen Arbeiter:innen wirken resigniert und \u00e4ngstlich. Wir gehen alle langsam zu den Lastw\u00e4gen, um einerseits das letzte Erntegut abzugeben, aber auch um den Lohn in Empfang zu nehmen. Eine Person nach der n\u00e4chsten gibt die letzten gesammelten Lebensmittel ab und stellt sich in den Halbkreis um die Leitung. Als wir alle dort standen bildete sich eine Atmosph\u00e4re der Angst. Die Menschen verstr\u00f6mten Angst, Unbehagen und Hoffnungslosigkeit. &lt;Die Sammelquoten wurden nicht erf\u00fcllt. Wir werden daher den Lohn f\u00fcr alle k\u00fcrzen.&gt; sagt die Leitung w\u00fctend. Die Leute begannen zu seufzen und sich kleiner zu machen. Sie haben Angst, dass wenige Verbleibende zu verlieren, oder ihre Familie nicht mehr ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen. Sie hoffen einfach nur noch auf das Beste. Die Leitung erg\u00e4nzt w\u00fctend &lt;Zudem wird die Person mit der wenigsten Ernte bestraft. Diese Person hat alle anderen hintergangen zum eigenen Wohl. Das ist nicht akzeptable.&gt; Ich muss mir mein Lachen verkneifen. Von den f\u00fcnf Lastw\u00e4gen sind gerade so drei gef\u00fchlt. Die Menschen geben alles. Das Problem hei\u00dft nicht die Menschen, sondern die Leitung und das System. Noch im Gedanken sp\u00fcre ich eine Waffe in meinem R\u00fcgen. Ich gehe nach vorne. Das ist also der Sinn. Als ich die Mitte des Platzes erreicht habe, werde ich aufgefordert mich umzudrehen und auf den Boden zu Knieen. Ein Exemple. Angst. Angst beeinflusst die Menschen. Angst ist meist subjektiv. Und eben doch schafft exakt diese Angst zu binden. &lt;Das passiert mit solchen Menschen!&gt; ruft die Leitung euphorisch, w\u00e4hrend sie sich zu mir herunterbeugt. Noch bevor ich reagieren kann, sind meine Handinnenfl\u00e4chen aufgeschlitzt. Schmerzen breiten sich in meinem K\u00f6rper aus. Ich blicke auf meine Hand, doch meine Hand ist kaum mehr zu sehen. Im Moment bin ich das Manifest der Angst. Die unfreiwillige Warnung an die anderen. Mein K\u00f6rper zittert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">So viele M\u00f6glichkeiten<\/h3>\n\n\n\n<p>Sie haben sich langsam beruhigt. Ich sitze mit Maria ihrer Partnerin Zoe und Ben in meiner K\u00fcche. Ich hatte den anderen beiden Personen ebenfalls die Wellen gezeigt. Auch sie haben eine Weile gebraucht um aus dem Staunen herauszukommen. &lt;Leben wir in einer Simulation?&gt; fragt Zoe interessiert. Noch bevor ich antworten kann beginnt Ben mit einer Antwort &lt;Vielleicht. Aber dann w\u00e4re die Frage was der Sinn davon ist? Egal, wie weit die Technik voranschreitet, es wird immer ein riesiger Aufwand bleiben, um das alles zu simulieren und zu speichern.&gt; &lt;Naja, Simulation einer Gesellschaft oder Nachbilden von relevanten Personen, wenn du mich fragst. Leonardo da Vinci konnte bereits Dinge genau beschreiben und erkl\u00e4ren, die erst viele Jahrhunderte tats\u00e4chlich bewiesen werden konnten. Gebe der Person, die M\u00f6glichkeit im 21. Jahrhundert zu arbeiten und du k\u00f6nntest Quantenspr\u00fcnge machen.&gt; reagiert Maria darauf. &lt;Aber wie soll das funktionieren?&gt; fragt Zoe in die Runde. Die Menschen in der Runde bleiben anfangs ruhig und \u00fcberlegen. Nach einer Zeit beginnt Ben zu reden &lt;Keine Ahnung. Es d\u00fcrfte Technologie sein, welche wir nicht kennen oder nur in den Grundz\u00fcgen. Schach ist ein Spiel mit perfekter Information, k\u00f6nnte eine KI alle M\u00f6glichkeiten berechnen und speichern, kann sie das Spiel prinzipiell immer gewinnen. Aber das w\u00fcrde viel zu lange dauern und viel zu viel Speicherplatz verbrauchen. Also berechnet eine KI stattdessen nur die n\u00e4chsten 5 Schritte und bewertet alle m\u00f6glichen Endzust\u00e4nde, soweit diese Unterscheidbar sind. Aus diesen w\u00e4hlt sie dann den mit den meisten Punkten aus.&gt;. Maria antwortet mit &lt;Du meinst, alle Daten werden als Zustand gesehen? Und am Ende wird betrachtet, wie weit das Ziel erreicht wurde?&nbsp; Zum Thema Daten: Daten k\u00f6nnten gespart werden, wenn gleiche Daten oder unwichtige Daten unbestimmt gelassen werden. Daten k\u00f6nnten gespart werden, wenn Daten komprimiert werden wie ein JPG. Ob ein Mensch nach jeden Iterationsschritt schon eine kleine Menge Daten verloren hat ist relativ. Wenn ich zwei gute Str\u00e4nge habe, k\u00f6nnte ich diese auch wieder zusammenf\u00fchren. Das w\u00fcrde auch D\u00e9j\u00e0-vus oder den Nelson Mandela Effekt erkl\u00e4ren. Der andere Strang kann weiter sein, aber nicht das gew\u00fcnschte Ergebnis liefern. Also vereine ich zwei Str\u00e4nge und benutze den Rest als vorberechnetes Material, welches dann im jeweiligen Iterationsschritt angepasst wird. Ein D\u00e9j\u00e0-vu ist dann nichts anderes als die versehentliche Sichtung der Vorberechnung. Und unterschiedliche unbestimmte bzw. allgemeine Fakten in den Zust\u00e4nden f\u00fchren zu unterschiedlichen Fakten, welche die Menschen kennen.&gt;. Das ist mir zu hoch. Diskussionen dar\u00fcber, wie Menschen simuliert werden k\u00f6nnen. Menschen nicht mehr als Daten, Schaltkreise und Zust\u00e4nde sind. &lt;Und woher sollen wir das wissen? Wir k\u00f6nnen dar\u00fcber nicht reden, weil wir es nicht wissen. Wir k\u00f6nnen es nicht wahrnehmen! Also was soll das?&gt; sage ich genervt von der Diskussion in die Runde.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&lt;Es kann auch nur eine weitere Materie sein oder sonst etwas. Etwas das wir normalerweise nicht wahrnehmen.&gt; sagt Maria um mich zu beruhigen. &lt;Genau! Wir wissen nicht wie andere Dimensionen aussehen. F\u00fcr ein Objekt im zwei Dimensionalen ist Dreidimensionalit\u00e4t schwer zu verstehen. Die einzige M\u00f6glichkeit w\u00e4re, sich zu \u00fcberlegen, wie das jetzige eine \u201eScheibe\u201c in einem anderen sein k\u00f6nnte. Wie es f\u00fcr x eine y-\u201eScheibe\u201c gibt. So k\u00f6nnte bei uns die Zeit eine weitere Dimension bilden, genau wie die M\u00f6glichkeiten von Zust\u00e4nden nach der \u201eViele-Welten-Interpretation\u201c eine weitere Dimension bilden k\u00f6nnten. Auch sind wir es gew\u00f6hnt mit Materie aktiv zu interagieren, aber die Antimaterie oder die dunkle Materie interagiert auch mit uns ohne, dass wir es bemerken. D\u00e9j\u00e0-vus oder der Nelson Mandela Effekt w\u00e4ren ja dann auch nicht mehr als die Interaktion zweier Zust\u00e4nde verschiedener Welten.&gt; antwortet Ben darauf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum?<\/h3>\n\n\n\n<p>Der:die Autor:in meldet sich mal wieder. Ich wei\u00df das mit der Spannungsmaus muss ich nochmal lernen. Auch das nicht nervig sein. Aber es ist mein Universum bzw. es war. Vier Personen in einer K\u00fcche die allesamt Physik oder Informatik studieren k\u00f6nnten und ein weiterer Mensch, welcher \u00f6ffentlich zur Strafe verletzt wird. Erwarte auch bitte keine Moral von mir. Viel mehr interessierst du mich. Du liest das immer noch, also was hat diese Geschichte in dir erweckt? Obwohl ich hier alles Interesse t\u00f6ten d\u00fcrfte, wirst du weiterlesen?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[Registro Segreto 125.1]<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich \u00f6ffne meine Augen. Sonnenstrahlen fallen in meine Augen. Warum eigentlich immer ein Morgen? Warum kann ich nicht den Sonnenuntergang als Erstes sehen? Das Zimmer ist Wei\u00df \u2013 Lila gestrichen, es fehlt nur noch das Gr\u00fcn. Was macht Menschen aus? Sie k\u00f6nnten ein Programm aus biologischem Material sein. Die Chromosomen k\u00f6nnten das Betriebssystem und entsprechende Module\/Programme sein. Die ersten und gr\u00f6\u00dften Chromosomenpaare erlauben keine Modifikationen, ansonsten ist ein Leben f\u00fcr den Menschen nicht m\u00f6glich. Ver\u00e4nderungen am 21. Paar sind aber kein Problem, genauso wenig wie bei den Gonosomen. Wie als w\u00fcrden die ersten den Bootloader bilden und die anderen einfach nur Programme daf\u00fcr. Ob in einem der Programme, eine ungeplante Ver\u00e4nderung ist, spielt f\u00fcr das \u00dcberleben des Systems keine Rolle. W\u00e4hrend ich nachdenke, greife ich zu einem Kissen. Ich nehme es fest in die Arme. Sie haben einen freien Willen. Das unterscheidet sie immer von einem Algorithmus oder etwas anderem. Sie haben die Wahl etwas zu tun oder auch nicht. Sie haben die Wahl, welche Gedanken sie haben. Ja sie haben sogar die Wahl, welche Rechte sie nutzen wollen. Und ich? Die unz\u00e4hligen Zimmer die ich bereits erkundigen durfte. Die vielen Algorithmen hinter den Menschen, die ich sehen durfte. Das ist alles nicht meins. Das bin alles nicht ich. Meine Realit\u00e4t war das gemobbte Kind. In den anderen Realit\u00e4ten wurde ich gezwungen zu leben. Und ich habe kein Off-Schalter, denn auch dieser w\u00e4re nur eine weitere Antwort unter vielen. Aber ich lebe und das bedeutet \u2026.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">W\u00e4rme<\/h3>\n\n\n\n<p>&lt;Aber wie echt ist dann alles was wir machen?&gt; frage ich vorsichtig und Zoe erg\u00e4nzt zustimmend &lt;Es hat dann doch alles keinen Wert.&gt;. &lt;Zoe, gib mir deine Hand.&gt; sagt Maria auffordernd. Zoe schaut Maria an und fragt &lt;Warum?&gt;. &lt;Das wirst du gleich bemerken.&gt; antwortet diese ruhig und streckt ihre Hand nach vorne aus. Zoe greift nach der Hand und als sie die Hand fest umgreift fragt Maria sie &lt;Und was f\u00fchlst? Was hast du in der Vergangenheit gef\u00fchlt?&gt;. Zoe blickt sichtlich verwirrt zu Maria, als Maria das bemerkt erkl\u00e4rt sie &lt;Obwohl wir nur H\u00e4ndchen halten, tauschen wir unbewusst Informationen aus. In der \u00d6ffentlichkeit zeigen wir uns als P\u00e4rchen und f\u00fchlen uns gut dabei. Wenn es dir schlecht geht, konnte dich die Geste beruhigen und hat dir Angst genommen. Und das alles ist echt. Egal wie echt das Umfeld sein mag. Es ist unsere Realit\u00e4t.&gt;. &lt;Ich verstehe jetzt was du sagen willst. Wir kennen keine andere Realit\u00e4t, also ist diese die echteste die wir haben. Wenn wir etwas tun oder auch nicht, haben wir das getan. Wenn wir verletzt wurden, dann ist das echt.&gt; reagiert Zoe darauf. &lt;Das endg\u00fcltige ist der Tod, er markiert das Ende dieser Realit\u00e4t. Und wir wissen nicht was danach folgt, folgen danach weitere Realit\u00e4ten mit einem fortlaufenden Wissen, wird keine mehr unsere sein. Wir werden nur auf unsere erste Realit\u00e4t blicken und diese als wahr empfinden.&gt; sagt Ben daraufhin. Die Realit\u00e4t d\u00fcrfte es nicht zulassen, dass ich diese Wellen sehe. Aber es ist unsere Realit\u00e4t. Egal, wie die Welt da drau\u00dfen aussieht, dass in meinem Kopf ist immer nur das Ebenbild, dass ich gesehen und erlebt habe. Die Realit\u00e4t die vor mir liegt, ist die Einzige die ich ver\u00e4ndern kann. Zu hoffen, dass in einer Parallelwelt alles gut ist oder per Zufall alles schon wird ist ein Hoax. Eine Realit\u00e4t der vielen Interessen, die meinen Namen tr\u00e4gt, aber ich meist nur positiv oder negativ beteiligt bin. Jeden Tag, bei jedem Erwachen werden wir daran erinnert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Diese Geschichte ist frei erfunden. Allerdings ist sie teilweise traurig und wird teilweise explizit. Bitte lese, diese Geschichte nur, wenn du dich bereit daf\u00fcr f\u00fchlst. 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